Tierra sín mal

Colina del sol

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De
Zwischen den Feiertagen...
29.12.2019 17:14

...ist nicht wirklich was passiert.

Seit 21. Dezember haben wir ja nun offiziell Sommer und dieser zeigt sich von seiner besten Seite. Seit Tagen haben wir schon schwüle Temperaturen um die 35°C, mal mehr, mal weniger. Wir genießen es keine Arbeiter auf unserem Terreno zu haben und nur das zu tun wo nach es uns gerade beliebt. Wir haben uns sozusagen einige Tage Urlaub gegeben 😉

Nach einem ausgedehnten Frühstück macht jeder so das was er gerade meint tuen zu müssen. So baute Theo etwas am Terrassendach herum.

Alles was Theo zur Montage des Daches braucht findet und fertigt er in seiner Werkstatt.

Ich schaute mal was es im Garten gab...

Schwüle drückende Luft hängt schwer über uns.

Diese Zucchini ist abgeerntet und geht ihrem Ende entgegen.

Süßer Zuckermais zum Grillen und die Paprika tragen auch schon kleine Früchte.

Einige Bohnen sind vom starken Regen kaputt gegangen und andere haben auch schon kleine Schoten. Von den Futterrüben sind leider nur drei Exemplare was geworden.

Die Tomaten blühen und diese Zuchini hat noch einige kleine Früchte die noch was werden wollen. Zwei kleine Zucchinis habe ich mir für's Mittagessen mitgenommen.

...oder lief abends zum Abkühlen mit den Hunden zum Arroyo, machte für uns das Essen oder ging auf einen Plausch zur Nachbarin.

Besagte Nachbarin wollte mit dem Bus zu ihrem Sohn nach Asunción fahren. Nun hat sie leider weder Auto noch Moto und der Weg bis zum Busbahnhof ist immerhin ca. 10km entfernt. So bat sie mich kurzer Hand ob ich sie nicht bis dort fahren könne. Na klar, da ich eh zum Einkauf in die Stadt wollte, holte ich sie wenige Minuten später zu Hause ab. Sie stand geschniegelt und gespornt mit zwei 30kg Kanistern voll Honig vor ihrem Haus und wartete auf mich. Flugs die beiden Kanister verladen, (ihr guter Mann half uns selbstverständlich dabei) und meine reiselustige Nachbarin nahm auf dem Beifahrersitz platz. Unterwegs gab es viel zu erzählen und die rhythmische Paraguay-Musik trällerte aus dem Autoradio. So klatschten wir bis zum Bahnhof frohgelaunt zur Paraguaypolka. Am Busbahnhof angekommen, wuchteten wir die zwei schweren Honigkanister aus dem Auto. Während die Nachbarin sich um ein Ticket für ihre Fahrt bemüht, hielt ich an den Kanistern Wache. Wenig später kam sie mit ihrem erworbenen Ticket zurück und wir verabschiedeten uns. Ich wünschte ihr noch rasch buen viaje (gute Reise) und machte mich auf den Weg zum Markt.

Heute Morgen, gleich nach dem Frühstück, kam meine liebe Nachbarin, sie ist seit gestern wieder zurück aus Asunción, mit einem Teller choclo con queso (ein sehr schmackhaftes Maisgericht welches ich für mein Leben gern esse und sie ist eine begnadete Köchin) und einem großen Teller uva (Weintrauben) als Wiedergutmachung zu mir und erzählte von ihrer Reise und den Enkelkindern in Asunción.

Das Schöne hier in Paraguay und seinen herzlichen Menschen ist, man hilft sich untereinander wann und wo immer es geht. Man ist hier nie allein.

Und bald jeden Abend bestaunen wir unseren fantastischen Sonnenuntergang.

Weihnachten