Tierra sín mal

Colina del sol

03
Ja
Unwetter
03.01.2019 11:27

Der zweite Tag des neuen Jahres war anfangs sehr schön und wie gewohnt sehr heiß. Aber dann...

Da wir leider noch nicht auf eigenem Land leben und immer noch zur Miete, zwar mit Pool aber auf einem sehr kleinen Grundstück ausharren, fährt Theo täglich mit Gustl in die nahegelegenen Felder, damit Gustl seinen Auslauf hat. Auf den Feldern ohne großartig schattenspendende Bäume, ist Gustl mit seinem Auslauf schon schnell fertig und will zur Abkühlung wieder zurück in den Pool. Nichtsdestotrotz brauche ich, nach dem Auslauf, noch mal die gleiche Zeit mit Gustl unter der Dusche, um ihm die harte, rote Erde von den Füßen zu waschen und um sein Fell von allen möglichen Kletten zu befreien. Er ist nach dem Feldspaziergang stets mit allen Arten von Kletten übersäht. Die wieder aus seinem Fell zu bekommen ist wahrlich eine ewelige Arbeit, die auch Gustl nicht schätzt.

Anschließend liegt er völlig genervt im klimatisierten Zimmer, bis er wieder auf Normaltemperatur ist.

Später mussten wir leider schon mit ihm zum Tierarzt. Es waren mal wieder die Ohren. Bisher konnten wir für ihn leider noch kein Pferdefleisch bekommen. Vielleicht liegt es wieder an seiner Allergie oder aber an der Hitze oder was weiß ich. Auf jeden Fall waren wir beim Tierarzt und erklärten ihm was Gustl's Problem ist. Er machte die Ohren, so gut es eben ging, sauber und gab uns Alkohol zur wöchentlichen Reinigung der Ohren mit. Wohl gemerkt, zur Reinigung der Ohren, NICHT zum Trinken ;-)

Mit sauberen Ohren dann noch schnell zur Escribania. Dort wartete bereits José mit seiner Frau und Tochter um mit uns den Kaufvertrag des für uns neuen Grundstücks zu unterschrieben.

Als gegen Nachmittag alles unter Dach und Fach war, gönnten wir uns bei unserer lieblings Heladería (Eisdiele) noch ein leckeres Eis, welches wir vor Ort im Schatten genüßlich löffelten.

Auf dem Heimweg noch etwas eingekauft und dann schnell in den Pool. Dabei bot sich uns ein herrliches Schattenspiel.

Zum Abendbrot erwarteten uns uneingeladene Gäste. Prima, so nahmen wir unser Abendbrot zwar in außergewöhnlicher aber doch in netter Gesellschaft ein.

Während des Abendessens merkten wir dann auch warum man unsere Gesellschaft suchte. Der Himmel zog sich zu, es fing an zu grummeln und Blitze zuckten zwischen den Wolken hervor. Sturm kam auf und das Unwetter war da. Schnell schoben und packten wir alle Sitzmöbel und Auflagen , um sie vor Nässe in Sicherheit zu bringen, nah ans Haus. Doch es nutzte nichts.

Das Wasser kam immer näher. Bis es letztlich auch im Haus war.

Das war heute Morgen noch übrig, vom Unwetter.

 

Wenn jetzt jemand meinen sollte, die Paraguayos haben das mit dem Gefälle nicht so richtig drauf, dem muss ich entschieden dagegen halten. Nein, so ist es ganz und gar nicht. Der Paraguayo hat das mit dem Gefälle genau durchdacht. Nämlich, so hat man, oder besser frau, sich das Wasser für's Putzen gespart. Wenn das Unwetter vorbei ist, ist auch gleich das Haus sauber. Ist doch praktisch, nicht wahr? ;-)

So erwartete uns heute Morgen wieder ein herrlicher, sonniger und heißer Tag.

Das neue Jahr
Gibts da überhaupt Ärzte?