Tierra sín mal

Colina del sol

24
Ju
Unsere Ursel ist krank
24.07.2019 22:41

28.09.2019 Update

Achdem ich ja nun 2 Wochen in Deutschland war staunte ich nicht schlecht, als mich unsere "kleine" Ursel begrüßte. Von klein ist ja hier nicht mehr die Rede. Ursel hat einen riesigen Wachstumsschub hinter sich. Sie ist schon fast so groß wie Inge und ihr geht es prächtig. Nichts mehr zu sehen von dem Elendsbündel oder Sorgenpaket vor einigen Wochen. Sie strotzt nur so vor Energie und hat jede Menge Dummheiten im Kopf 😜

02.09.2019 Update

Gestern waren wir mit unserer kleinen Ursel beim Tierarzt und haben untersuchen lassen ob sie nun gesund ist.

Sie wurde gründlichst untersucht und Blut wurde auch abgenommen. Das Blut wurde heute zum Labor geschickt und wir bekamen auch gleich heute Abend noch Bescheid.

Es wurde vom Tierarzt und vom Labor bestätigt, unsere Ursel ist wieder fitt und gesund.

Wie man sieht, käpft sie auch schon wieder mutig mit angreifenden Bällen....

Und so wie es sich auch für einen gesunden und mutigen Boxer gehört, hat Ursel den Kampf auch gewonnen. Gutes Mädchen!


14.08.2019 Update

Es ist nun 20 Tage her seit wir mit Ursel bei unserer Veterinaria (Tierärztin) waren. In der Zwischenzeit bekam ursel regelmäßig ihrer Medikamente und jede Menge Futter (z.B. Leber) welches reichlich Vitamin B12 enthält zu fressen.

Wir wollen ja nun nicht das dem Klein etwas fehlt ;-)

Wie man sieht, ist aus ihr was geworden. Die Schleimhäute sind schön rosa, sie ist lebhaft und neugierig und schon ordentlich gewachsen. So wie es ausssieht, geht es ihr sehr gut.

Mit Inge, unserer Mittleren, kann Ursel schon ordentlich kämpfen und anschließend auch tief und fest schlafen.

In 10 Tagen, wenn unsere Tierärztin wieder ein Blutbild gemacht hat, haben wir Gewissheit ob mit Ursel alles gut is.

Bisher sind wir aber mit der Entwicklung unserer Jüngsten sehr zufrieden.


02.08.2019 Update

Ich freue mich sehr, hier mitteilen zu können, dass es unserer Ursel jeden Tag besser geht. Sie frisst viel, Leber und Rote Beete, schläft viel und wenn sie wach ist, tobt sie nach Herzenslust mit Inge. Heute Morgen kontrollierten wir die Schleimhäute, die Zunge und die Augen. Alles nimmt langsam Farbe an. Alles ist nun, Gott sei Dank, leicht rosé.

Wenn sie so weiter macht wird sie sich sicherlich sehr gut erholen und mal einen großer und starker Hund werden.


31.07.2019 Update

Ursel bekomt nun seit 6 Tagen Antibiotika und jede Menge Vitamine, vor allem aber Vitamin B12.

Durch die Antibiotika frisst sie im Moment wirklich toll und will scheinbar alles aufholen was sie in den letzten Tagen versäumt hat.

Scheinbar hat sie auch beim Spielen Nachholbedürfnis. Unsere SuperNanny Inge gibt ihr bestes.

Wenn man sie so toben sieht, könnte man meinen sie wäre gar nicht krank. Aber das täuscht, denn es hat sich noch nicht wieder neues Blut gebildet. Es ist halt ein langwieriger Prozess.

Sie bekommt weiterhin regelämßig ihre Medizin, Diätfutter und schläft sehr viel. Dann wird es wohl langsam was werden, so hoffen wir.

Während ich hier sitze und schreibe, greift Ursel gerade meinen Fuß an und versucht ihm Zehen zu entreißen ;-)


25.07.2019 Update

Heute haben wir die Ergebnisse der Blutwerte bekommen.

Ursels Blut zeigt sehr, sehr schechte Werte auf. Es ist die Zeckenkrankheit Ehrlichiose. Die Blutplättchen sind auf 137.000. Also sehr nah an der unteren Grenze, 3,4 rote Blutkörperchen Imoglubina nach oben. Die Prognosen sind gar nicht gut. Sie bekommt nun 30 Tage Antibiotika, Vitamine und eine Diät aus Blutbildenden Nahrungsmitteln.

Wenn wir unser bestes geben, vielleicht schafft sie es dann.

Ich berichte weiter.


Wie schon zuvor berichtet wollte Ursel nich richtig fressen. Nach einigen Tagen und viel hin und her hat sie dann etwas gefressen. Uns fiel ein Stein vom Herzen und wir gingen davon aus das sie nun kontinuierlich weiter frisst.

Aber weit gefehlt. Sie verweigerte immer wieder mal das Futter. Auch vom Wasser wollte sie nichts wissen. Nun ist Ursel ja noch sehr klein, ein Baby, und sollte besser keine Diät machen. Denn das ist nicht gerade förderlich für ihre Entwicklung.

Wie man sich denken kann, nahm sie auch rapide ab. Da wir uns große Sorgen machten und wir mit unserem Latein am Ende waren, kontaktierten wir unsere Tierärztin. Sie fragte gleich ob Ursel geimpft und entwurmt ist. Ich hatte Ursel mit einem handelsüblichen Mitel 3 Tage zuvor entwurmt. Aber, wie es hier üblich ist, haben die Vorbesitzer der kleinen Ursel, sie aus Kostengründen, nicht impfen lassen.

Das ist in Paraguay leider noch normal. Daher verbreiten sich die Hundekrankheiten rasend schnell. Das hier ein Hund an Staupe oder an Parasitenbefall stirbt, ist kein Einzelfall sondern Alltag.

Die Hunde haben, aus Kostengründen, keinen hohen Stellenwert. Vom Huhn bekommen die Paraguayer das Ei und das Fleisch, von der Kuh die Milch und das Fleisch und vom Schwein auch das Fleisch. In diese Nutztiere wird investiert. Die Rinderherde z.B. wird in regelmäßigen Abständen geimpft.  Aber vom Hund bekommen die Menschen hier nichts außer, er bellt wenn jemand unerlaubt das Grundstück betritt. Dafür bekommt die vierbeinige Alamanlage die Reste des Mittagstisch. Das muss dann auch schon reichen. Auch werden die Hunde aus Kostengründen nicht sterilisiert. Somit vermehren sie sich auch völlig unkontrolliert. Viele der neugeborenen Hunde werden, sobald sie fressen können, verschenkt. Wenn man seine Welpen nicht los wird, werden sie entweder getötet oder enden erbärmlich auf der Straße. Für uns Europäer ist das sicherlich undenkbar aber Tierschutz muss man sich auch leisten können. So muss man das auch mal sehen. Das Geld. umgerchnet 20 Euro, für eine Sterielisation haben die Menschen einfach nicht über.

Wir machten mit unserer Tierärztin für den nächsten Tag einen Termin aus. So machten wir, alle Mann (Theo, Doris, Gustl, Inge und Ursel), einen Ausflug nach San Bernadino, zur Ärztin. Gustl war dieses Mal nur schmückendes Beiwerk. Er ist top in Form und kerngesund aber bei der Gelegenheit sollte er auch entwurmt werden. Inge, unsere robuste paraguayische Kampfbiene, sollte auch gleich geimpft und entwurmt werden. Unterwegs, Inge verträgt das Autofahren noch nicht, ging ihr die Manioka, die sie am Morgen einem der Arbeiter unserers Capataz geklaut hatte, durch den Kopf. Also, rechts ran und Fußraum säubern. Klasse!

Bei der Ärztin angekommen wurde Ursel sofort genauestens untersucht und Blut abgenommen.

Die Ärztin stellte fest, Ursels Schleimhäute, Augen und Zunge sind weiß. Das Blutabnehmen viel ihr sehr schwer. Das Blut war nicht mehr in den Venen, sondern nur noch in den Organen. Als sie schließlich etwas Blut abzapfen konnte, war das eher Wasser als But. Das heißt, so erklärte sie uns, das Ursel entweder von einem Parasiten befallen ist der die roten Blutkörperchen frisst oder sie die Zeckenkrankheit Ehrlichiose hat. Was sie jetzt genau hat, Parasitenbefall oder Zeckenkrankheit, das wird sich dann im Blutbild zeigen. Das Ergebnis bekommen wir erst morgen.

Fürs Erste wurde Ursel für eine Stunde an einen Vitamintropf gelegt. Anschließend bekam Ursel ein Breitbandantibiotikum, Vitamine mit hohem Eisenanteil, so das sie Lust zum Fressen bekommt und eine Wurmkur zum abtöten der Parasiten.

Sollte sie die Ehrlichiose haben, hat sie, weil sie so klein und schwach ist, wenig Chance. Wenn es die Parasiten sind, werden diese durch die Wurmkur und das Antibiotikum vernichtet. Dann muss Ursel nur noch kräftig fressen, z. B. viel Leber und Rote Beete, damit sie wieder Blut bilden kann.

So bekommt Ursel nun die mitgebrachten Medikamente in regeläßigen Abständen und wir warten auf die Laborergebnisse.

Ich werde weiter über Ursels Zustand berichten.

Ursel
Mit Ursel zum Arroyo